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 The character of my attender
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 Cherub
 Church

  Angel of love  Angel of love
Engelsgedanken

Die Menschen werden immer schlimmer
Was zählt ist nur das eig\'ne Ziel
Von Freundschaft erlischt der letzte Glimmer
Der Egoismus setzt alles auf\'s Spiel

Vergessen ist die Nächstenliebe
Vergessen ist die Ehrlichkeit
Gestohlen haben sie die Diebe
Hass, Verblendung und der Neid

Aber auch die Fähigkeit
Wahre Liebe zu empfinden
Sehe ich bei dieser Grausamkeit
Viel zu schnell dahin entschwinden

Doch was helfen hier die Klagen?
Noch gibt es Liebe auf der Welt
Jetzt gilt es bloß nicht zu verzagen,
Damit auch sie nicht noch verfällt

  Heroic deed  Heroic deed
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Engel der Freude

Ein herrlicher Sommersonnenschein lag auf Samiras Gesicht. Endlich hatte sich der Sonnenengel mal richtig ins Zeug gelegt. Sie schlenderte die Passage am Strand entlang. Überall um sich herum spürte sie ausgelassene Freude und Glückseligkeit. Wie sollte es auch anders sein, an einem Tag wie diesem? Da durfte sie doch schon mit sich zufrieden sein, immerhin war sie der Engel der Freude.
Sie nahm den Pfad hinauf zu den Anhöhen, von denen aus man das gesamte Meer überblicken konnte. Dies war ein beliebter Platz für niedergeschlagene Leute, vielleicht würde sie dem einen oder anderen seine gute Laune zurückgeben können. Noch auf dem Weg hinauf begegneten ihr mindestens sieben Menschen mit einem traurigen Gemüt, welches Samira sofort erheiterte. Dann folgte sie dem Weg weiter nach oben.
Und tatsächlich: Die näherte sich dem Platz und sah einen Jungen dort sitzen. Aber je näher sie kam, desto trauriger wurde sie. Als sie an der Stelle ankam, wo eben noch der Junge gesessen hatte, kam ihre gute Laune zurück - aber der Junge war fort. \"Das ist aber merkwürdig\", dachte Samira bei sich.

In den nächsten Tagen besuchte sie immer wieder diese Stelle - und immer wieder wiederholte sich dieses Schauspiel. Doch merkte Samira auch, dass die Freude, die sie doch immer so energisch verbreitet hatte, der Trauer und der Bedrücktheit zu weichen schien. Das alles verwirrte sie sehr. Ob das etwas mit diesem Jungen zu tun hatte?
Am nächsten Tag beschloß sie, es einmal anders anzugehen. Sie flog früh des Morgens schon zur Anhöhe und ließ sich auf dem Platz nieder, auf dem sie immer den Jungen gesehen hatte.
Mit der Zeit wurde sie immer trauriger und depressiver, dass sie irgendwann dachte, dass sie es einfach aufgeben wollte. Doch als sie sich umdrehte, sah sie wieder den Jungen. Er stand hinter ihr und schrie sie an: \"Was machst du denn schon wieder hier? Du, als Engel der Freude, hat hier nichts verloren! Scher dich endlich davon, reicht dir die große Traurigkeit, die ich dir sende etwa noch nicht aus? Ich kann dir auch Bilder sehen, von Dingen, die geschehen könnten...!\" \"Aber... aber wer bist du?\", stotterte Samira. \"Ich? Ich bin der Engel der Traurigkeit und der Verzweiflung. Und nun scher dich weg!\" Aber Samira schaute nur in seine großen, braunen Augen. \"Hau ab!\", schrie der Engel. Er starrte Samira an. Plötzlich rannen ihr Tränen über die Wangen, sie sprang auf und rannte davon. Ja, sie rannte, ihre Flügel hatte sie wohl völlig vergessen. Sie rannte den Waldweg von der Anhöhe hinab, fiel wohl einige Male hin, rappelte sich aber sofort wieder auf und rannte weiter. Der Junge stand da und starrte ihr bewegungslos hinterher.

Die nächsten Tage waren verregnet und grau. Samira hatte jetzt schon seit einer Woche keine Reise zur Erde mehr unternommen, dabei liebte sie diese doch so. \"Samira?\", der Sonnenengel betrat Samiras Wolke, die immer in den Farben Samiras momentaner Stimmung strahlte. Dieses mal war sie grau. \"Was ist denn mit dir nur los?\" \"Nichts\", meinte Samira und wischte sich schnell die Tränen weg. \"Ich merke doch, dass etwas nicht stimmt\", erwiderte der Sonnenengel, \"ich habe gar keine Lust, die Sonne strahlen zu lassen, denn alle Menschen sind traurig und erfreuen sich an gar nichts mehr. Warum verbreitest du keine Freude und Fröhlichkeit mehr?\" Samira antwortete nicht. Der Sonnenengel setzte sich zu ihr, an das Fenster der Wolke, dessen Vorhänge graublau waren. Samira schaute aus dem Fenster. \"Sieh mich mal an, Samira.\" Langsam drehte sie den Kopf in seine Richtung. \"Du hast den Engel der Traurigkeit und der Verzweiflung getroffen, habe ich Recht?\" Samira nickte nur. \"Und du weißt nicht, warum du so traurig bist?\" Erneutes Nicken. \"Vielleicht solltest du dich noch einmal mit ihm treffen und..\" \"Nein!\", unterbrach Samira ihn energisch. \"Niemals!\" \"Geh zu ihm und dein Problem wird sich klären. Ein Engel hat mir da was erzählt...\" Samira wandte sich um, doch der Sonnenengel war schon verschwunden.

Wie grau der Tag doch war! Samira lief den Waldweg hinauf. Ob er da sein würde? \"Warum tue ich das eigentlich?\", fragte sie sich. Vielleicht, weil sie sich endlich wieder des Lebens freuen wollte. Diese verdammte Traurigkeit ließ sie nicht los.
Der Regen fiel in Strömen. Samira erreichte den Gipfel der Anhöhen. Da saß er und starrte auf das Meer. Sie ging vorsichtig näher. Dann stand sie hinter ihm. Er rührte sich nicht, drehte sich nicht um, schrie sie nicht an. Samira begann zu sprechen. Ihre Stimme zitterte: \"Ich... ich bin hergekommen, weil ich wissen will ... was... was du mit mir gemacht hast! Ich bin der Engel der Freude ... und ... und ich kann mich nicht mehr freuen, seit ... seit ... ich dir begegnet bin!\" Er drehte sich um. Das vorher so ausdruckslose Gesicht war von Tränen überströmt. Samira trat erstaunt einen Schritt zurück. Er sah jetzt so verletzlich aus. \"So...\", sagte er ruhig, aber es klang nicht lauernd, es klang fröhlich, fast so, als ob er der glücklichste Mensch auf Erden sei (auch wenn das niemals stimmen kann, da er ja ein Engel ist), \"du fühlst dich traurig? Na, das ist ja ein Ding. Ich wollte dich nämlich fragen, was du mit mir gemacht hast, weil ich so glücklich war, als ich dich sah. Aber als du tränenüberströmt davon ranntest, war ich traurig und spürte zum ersten Mal in meinem Leben echte Verzweiflung. Es ist schon komisch, oder... da bin ich der Engel der Verzweiflung und der Trauer und habe sie noch nie gefühlt. Jetzt weiß ich, wie das ist.\" Samira hatte schweigend zugehört. \"Möchtest du nicht alle Menschen wieder fröhlich machen?\", fragte er und stand auf. Er schaute ihr fest in die Augen. \"Bei mir hast du es soeben geschafft.\"
Samira lächelte. Sie fiel ihm in die Arme. In dessen Arme, der sie als Erster zum Weinen gebracht hatte. Ein Regenbogen erschien am Himmel. Sie hatte soeben den Engel der Verzweiflung und der Trauer zum Engel des unverhofften Glückes gemacht.

  Lucifer  Lucifer
Gottes liebster Sohn
Das war allein nur ich
Gottes schönster Engel
Ja, so nannte man nur mich

Doch von Gottes Heeren geschlagen
Von Gott dann auch verbannt
Wurde ich doch geschaffen
Von des Meisters allmächtiger Hand

Und Gott, das wird er büßen
Das, was er mir angetan
Mit Hinterhalt und Krankheit
Ich mir meinen Weg zum Throne bahn\'


  Meeting with an angel  Meeting with an angel
Sie
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Ich schüttele wild den Kopf. Als ob die Gedanken dann hinaus fliegen würden! Es ist richtig schlimm geworden in letzter Zeit. Dieses Mädchen, sie geht mir einfach nicht mehr aus dem Kopf. Das ist doch verrückt. Ich kenn sie ja kaum.
Scarlett kommt zu mir gerannt, sie stolpert schnell die Treppe bis zur Mitte herunter. Dort, wo ich sitze. \"Shia! Shia, warte! Was ist denn? Ist dir wieder nicht gut?\", sie schaut mich mit besorgten Augen an. \"Ja...\", meine Stimme zittert, der Rest meines Körpers auch. Meine Güte, dieses Mädel kann mich doch nicht so aus dem Konzept bringen! Gerade mich! \"Lass mich bitte ein bissel allein, ja?\" Ich bemerke Scarletts etwas beleidigten Gesichtsausdruck und muss innerlich lächeln. \"Nein, nicht wegen dir, es ist nur... ich muss ein bissel nachdenken, okay?\" \"Na, wenn du meinst... aber klapp mir bloß nicht um!\", meinte Scarlett und war bald wieder im Schulgebäude verschwunden.
Schon wieder so viele Gedanken. Was hatte sie bloß mit mir gemacht? Ich schüttele erneut den Kopf. Erneut hilft es nicht viel. Ich weiß einfach nicht, warum ich sie so mag. Ich will sie nicht mögen, verdammt noch mal! Das ist kein Lieben, dass ist einfach eine gewisse Sympathie, ich würde gerne ihre beste Freundin sein, so könnte man das ausdrücken. Ein Schauer überläuft mich. Es ist kalt hier draußen. Aber drinnen weht kein Wind. Ich muss den Wind spüren, sonst fühle ich mich mit meinen vielen Gedanken eingeengt. Mit viel zu vielen Gedanken!
\"Was machst du denn hier? Hast du eine Freistunde?\" Ich drehte mich um. Warum muss sie gerade jetzt hier sein? Wieder so eine Gedankenflut. \"Nein... mir ist einfach nur etwas schlecht...\", murmele ich. \"Na, dann atme einfach tief ein und aus.\" Sie grinst. \"Hm\", ich nicke. Mir ist warm. Und mir muss wirklich schlecht sein, denn mir ist, als sähe ich Engelsflügel... Und diese Flügel gehören ihr.

  Parable of my element  Parable of my element
Ich sitze wieder einmal an meinem Wolkenfenster, kraule meinen Lupewelpen Felix und schaue auf die Erde hinab. Plötzlich öffnet sich die Tür. Ich drehe mich um. Ein kleines Engelchen, mit dem Aussehen einer 12Jährigen, steht im Türrahmen meiner Wolke. \"Komm doch herein\", lächle ich ihr zu, um ihr die Schüchternheit zu nehmen. Felix setze ich auf dem Fensterrahmen ab und biete ihr an, es sich auf meinem Wolkensofa gemütlich zu machen und setze mich dazu. \"Was führt dich zu mir?\" \"Bist du Shia, der Engel der verlorenen Liebe?\" \"Ja\", antworte ich. \"Ich sollte zu dir kommen, weil ich an gebrochenem Herzen gestorben bin.\" Oha, sie war doch höchstens 12. Also frage ich sie, warum sie denn schon so früh an gebrochenem Herzen starb. \"Meine Eltern wollten mich nicht mehr, in der Schule haben sie mich alle geärgert, weil ich bessere Noten als sie hatte und meine Eltern... na ja, sie haben mich in so ein Heim gegeben, wo alle ganz schrecklich zu mir waren.\" Sie schaut mich aus großen Augen an: \"ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal Gefühle für etwas oder jemanden hatte, und diese erwidert wurden. Ich glaube, ich kann gar nicht mehr lieben.\" Am liebsten hätte ich sie getröstet, doch das hätte ihr auch nicht viel weiter geholfen. \"In der Tat, du hast nie so recht Gefühle empfunden, weil sie dir alle genommen wurden. Das kann man mit der verlorenen Liebe vergleichen, aber es ist nicht so recht das gleiche, denn dir wurde die Liebe genommen, du hast sie nicht selbst verloren, denn du wolltest sie ja. Bei der verlorenen Liebe flauen Gefühle ab und es tut nicht ganz so weh, wen man sich trennen muss. Wäre ja schlimm, wenn alle Trennung in Streit und Tränen enden würden. So merken Paare ganz allmählich, dass es nichts mehr bringt, zusammen zu bleiben. Oder aber, die Liebe hat sich nur versteckt und ist verloren geglaubt, dann locke ich sie wieder hervor. Vielleicht ist es bei dir ja auch so....\" Ich lege meinen Finger an ihre Stirn und lasse mir alle Gedanken und all ihre Gefühle durch den !
Kopf schwirren, sehe ihre Leiden und ihr Leben. Zum Schluß lächele ich sie an. \"Schau mich an.\" Ihre hellblauen Augen sind auf mich gerichtet. \"Dir wurde Liebe genommen, aber du musst stark sein, neue zu finden. Und das kannst du, glaub mir.\" Sie lächelt mich an: \"Deswegen bin ich also zum Engel der erwachenden Gefühle geworden.\"

  Angels war  Angels war
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~| Krieg der Engel |~

Die dunklen Heere sich vereinen
Schatten aus Unglück belegt die Welt
Bis zum Himmel dringt das Weinen
Angst, die schleichend Mensch um Mensch befällt

Gefallener Engel aus Gottes Gnaden
Der nun wieder aufbegehrt
Um nun endlich Gott zu schaden
Danach er sich fast verzehrt

Entsendet seine schlimmsten Leute
Hass, Begierde und den Tod
Kreischend bringt die wilde Meute
Den Menschen Qualen und große Not

Die Engel sich zum Kampf entscheiden
Laut ertönt das Gottes Horn
Beenden wollen sie das Leiden
Verkünden lauthals Gottes Zorn

Es entbrennt der himmlisch\' Krieg
Krieg der Engel auch genannt
An dessen Ende nun, steht Gottes Sieg
Luzifer wird in die Hölle verbannt

Doch das Böse ruhet nicht
Noch ist Luzifer nicht ganz geschlagen
Denn er ist es, der verantwortlich
Für den Kummer, auch in uns\'ren Tagen

  Friendship with an angel  Friendship with an angel
~| Verlorene Liebe |~
Es war eigentlich ein ganz normaler Arbeitstag für mich. So hatte der Tag jedenfalls begonnen.
Ich schaute mich wieder mal auf der Erde nach Pärchen um, deren Liebe sich irgendwo versteckt hatte und die es hervorzuzaubern galt.
Als nach getaner Arbeit im Park spazieren ging (eines meiner Hobbys als Mensch), sah ich auf einmal einen Engel auf einer Bank sitzen. Ich wollte mich zu ihr gesellen, doch das Engelmädchen verschwand schnell, als es mich gesehen hatte. Das wunderte mich und ich beschloß, loszufliegen und sie zu suchen.
Ziemlich lange verbrachte ich damit, zu überlegen, wo sie sein könnte, denn im Himmel hatte ich sie nicht entdecken könne. Ich hatte nur herausgefunden, dass ihr Name Chi war.
Am Abend schließlich fand ich sie an der Küste. Sie saß im Sand und schaute in den Sonnenuntergang. Langsam näherte ich mich ihr und ließ mich neben ihr nieder. Dabei bemerkte ich die Tränen auf ihren Wangen. Wir schwiegen. Irgendwann entschloß ich mich dazu, das Schweigen zu brechen und fragte sie, ob ihr etwas fehle. Sie wollte sich schon wieder erheben, ohne mir zu antworten, doch ich hielt sie fest. \"Auch, wenn du nicht glauben magst, dass ich dir helfen könnte, versuch es doch wenigstens! Ich kann es zumindest versuchen.\" \"Auch du wirst mir nicht helfen können und mein Entschluß steht eh fest.\" Damit riß sie sich los und verschwand.

Ich muss zugeben, ich habe mir wirklich große Sorgen gemacht. Aber ich konnte sie nirgends mehr finden. Eines Morgens hörte ich Schreie, so ziemlich in der Nähe meiner Wolkenwohnung. Miau und Felix hatten es auch gehört, der Lupewelpen und das Faerie-Aisha waren hellwach und hatten die Ohren aufgestellt. Ich schlüpfte in mein Kleid und lief nach draußen. Diesem Spektakel nach zu schließen, musste sich ein Engel für den Fall entschlossen haben... und plötzlich kam mir ein furchtbarer Gedanke! Ich beeilte mich und lief durch die Menge, schubste und drängelte.... und traute meinen Augen kaum! Es war tatsächlich Chi. Ich stürzte ihr hinterher. Aus der Menge kam ein lautes Tuscheln. \"Zwei Engel fallen... Chi.... Wer war die andere?\"
Ich hielt Chis Hand. \"Wieso?\", fragte ich und sah Tränen in Chis Augen schimmern. \"Weil es keinen Sinn hat! Gott sagt immer, dass er allen seinen Engeln beisteht... aber das hat er nicht getan! Mich haben Dämonen dazu verleitet, ein Kind zu töten, und ich hab es noch nicht einmal gemerkt!\" \"Das ist aber nicht deine Schuld! Bitte fall nicht. Ich verspreche dir, ich bin für dich da, wenn es hart auf hart kommen sollte!\"
Chi schaute mich an, dann hinunter zur Hölle und anschließend hinauf zum Himmel. \"Du hast Recht\", flüsterte sie und umarmte mich. Zusammen flogen wir in den Himmel zurück.

Man wird es kaum glauben - sogar ich glaube es immer noch nicht, und dabei war ich doch dabei! - aber Gott hat sich tatsächlich bei einem seiner Engel entschuldigt. Ich war überglücklich für Chi. Seit diesem Geschehen waren wir sehr gute Freundinnen. Und das würden wir auch immer bleiben.

  Past  Past
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~~Korridor zwischen den Welten~~
\"SHIA!\" Ich zuckte zusammen. Meine Französischlehrerin blaffte mich an: \"Was fällt dir überhaupt ein?\" Ich zeichnete mal wieder Engel anstatt dem Unterricht zu folgen (in welchem doch eh keiner was kapierte). \"Wenn ich dich noch einmal beim Zeichnen in meinem Unterricht erwische...\" Den Spruch kannte ich schon. Sie sagte es mir ja jede Stunde. Aber auch das war ein Grund, weswegen ich gerne in Französisch zeichnete - es passierte ja eh nichts.
\"Is jede Stunde des selbe, wa?\", Chi stand an ihrem Spind und versuchte verzweifelt, ihr Mathematikbuch aus diesem zu ziehen, was jedoch unmöglich war, da es zwischen Sporttasche und Physikbuch unheilverheißend eingeklemmt war. \"Ja, wie immer\", antwortete ich gelangweilt. Wir spazierten den Korridor entlang. \"Glaubst du eigentlich an Engel?\", fragte mich Chi. \"Na ja... um ehrlich zu sein, nicht. Aber vielleicht gibt es so etwas ähnliches wie Schutzengel.\" \"Hm\", machte Chi. Wir trennten uns, da wir jetzt unterschiedliche Kurse hatten. \"Bis nachher!\" \"Bis dann!\"

Ich lief den Gang entlang. Nach 5 min dachte ich mir, dass nun ja mal bald die Tür kommen müsste. Oder kam mir der Gang nur zu lang vor? Ich stolperte vorwärts. \"Komisch\", dachte ich mir und blickte zurück - doch der Gang schien nach vorne und nach hinten ins Nichts zu gehen. Was nun? Ich lief weiter, in der Hoffnung, die Tür zu meinem Englischkurs zu finden. Als ich sie nicht fand, beschloß ich umzukehren, aber der Gang wollte nicht im Gemeinschaftsraum enden! Ich war kurz vom Weinen, was ging hier bloß vor? Ich war kurz davor, zusammen zu brechen, was ich schließlich auch tat und begann zu weinen. Auf einmal hörte ich eine Stimme hinter mir. \"Was ist denn los?\" Ich drehte mich um und sah ein Mädchen, älter als ich, kurz- und braunhaarig mit Locken, das mich anlächelte und das mir irgendwie bekannt vorkam. \"Ich finde mich hier nicht mehr zurecht!\", schluchzte ich, \"Was ist das hier für ein Gang?\" \"Du bist auf einen Gang zwischen den Welten geraten\", sagte das Mädchen, \"Ich hatte ihn sich auf Versehen öffnen lassen und es nicht geschafft, ihn zu verschließen, ehe ihn jemand benutzte. Das tut mir Leid.\" \"kannst du mich zurückbringen?\" \"Ich kann es versuchen. Nimm meine Hand.\" In dem Augenblick in dem unsere Hände sich berührten leuchtete ein grelles Licht auf und ich musste die Augen schließen.
Als ich meine Augen wieder öffnete saß ich in meinem Englischkurs, mein Englischlehrer war noch nicht da. Hatte ich das eben nur geträumt...?
Da öffnete sich die Tür und eine junge Frau trat ein. Sie hatte kurze braune Lockenhaare und lächelte mich an. War das nicht ... das Mädchen von eben? \"Euer Englischlehrer ist krank, deswegen übernehme ich heute seine Stunde\", sagte sie. Bildete ich mir das nur ein oder ...? Aber ich war wirklich die Einzige, die die zwei kleinen Flügelchen auf ihrem Rücken sah.

  Angel of hate  Angel of hate
Engel des Hasses

Flammen in den Augen
Wut im Gesicht
Den Körper unter Kontrolle halten
Gelingt so leicht jetzt nicht

Der Engel des Hasses
Ja, da bin wohl ich
Der grausamste aller Engel
So nennt man allein nur mich

Doch meine Aufgabe ist wirklich schwer
Kannst es mir ruhig glauben
Hass ist ein mächtiges Gefühl
Ich darf mir keinen Fehler erlauben

Hass dort erscheinen zu lassen
Wo wirklich er ist angebracht
Hass dort verrauchen zu lassen
Wo besser wird im Einklang gelacht

Auch ich verliere manchmal mich
Kreische in einem zu hohen Tönen
Doch gilt es dann unweigerlich
Sich schnell wieder zu versöhnen

  God's angels  God's angels
Gottes Engel

Ein Stück seiner eigenen Seele
Einen Hauch Frühlingsluft
Ein bisschen Wolkenschimmer
Und des Sommers klarer Duft

Engel, Gefolgsleute Gottes
von Gott erschaffen und geliebt
Eine fröhlich Himmelsschar
wie\'s nirgends eine zweite gibt

Auf das Gott niemals einsam sei
Mit Rat und Tat sollten sie ihm zur Seite stehn
ihm Gesellschaft leisten
und mit ihm seiner Wege gehn

Verständnisvolle Wesen
Wunderschön und herzensgut
Gottes Freude, Gottes Liebe,
Gottes Mut

  All the world and his wife  All the world and his wife
Shia schaute verträumt aus dem Fenster. Pale klagte wüst, dass sie putzen müsse, Felix jagte einen Schmetterling und Miau schlief in der Sonne. Shia genoss die Idylle. Doch ihr verträumter Blick hatte noch einen anderen Grund. \"Shia\", Pale rüttelte sie abrupt aus ihren Gedanken, \"du musst los.\" Richtig, die Vorladung bei Gott, das hatte sie ja ganz vergessen. Shia machte sich fertig und lief aus ihrem Wolkenhäuschen. Felix jagte noch immer nach dem Schmetterling.

\"Trage dein Anliegen vor.\"
\"Ich habe gründlich über dein Angebot nachgedacht, Gott. Und ich habe mich entschlossen. Nach reichlichem Abwegen bin ich dazu gekommen, dass es besser für mich ist, wenn ich mein Engeldasein aufgebe - oder es zumindest versuche, um auf der Erde als Menschenmädchen leben zu können. Um ihn lieben zu können.\"
\"Es war eine schwere Entscheidung für dich.\"
\"Ja.\"
Shia machte einen sicheren Eindruck. Sie wusste, was sie alles aufgeben wollte. Und Gott wusste das auch. Er hatte die Fähigkeit zu lieben den Menschen damals mitgegeben.
\"Weißt du denn überhaupt, ob er es wert ist?\", wenn, dann wollte er seine Engel nicht ins Verderben rennen lassen.
\"Wer weiß das schon.\" Diese Antwort erstaunte Gott. \"Wie meinst du das, Engel der verloren Liebe?\" \"Liebe kann man nicht pachten. Sie kommt und geht, wie es ihr beliebt. Es dauert, bis man den richtigen Menschen gefunden hat. Bei manchen ist es die erste große Liebe, andere suchen ihr ganzes Leben lang, manchmal sogar vergebens.\" \"Du wirst dann nicht mehr der Engel der verlorenen Liebe sein, der Herzen retten kann.\" \"Ich weiß, dass es egoistisch ist, wenn ich gehe.\"
\"Engel dürfen nicht egoistisch sein.\"
\"Das dürfen wir nicht.\"
\"Warum bist du es dann?\"
\"Nicht ich bin es. Es ist meine Liebe.\"
Gott zögerte. Shia schlug sich gekonnt. \"Bist du dir sicher, dass er dich auch liebt?\" Jetzt hätte so eine Antwort kommen müssen, wie: \"Das spüre ich einfach.\" Oder \"Das habe ich in seinem Herzen gesehen.\"
\"Nein.\"
\"Wie bitte?\"
\"Nein. Ich weiß es nicht. Wenn es um die eigene Liebe geht, sehe ich anderen nicht ins Herz. Es muss sich alles ergeben. Vielleicht sind wir füreinander bestimmt. Vielleicht auch nicht.\"
Gott nickte. \"Und dafür willst du alles aufgeben? Für eine vage Vermutung?\"
\"Kann Liebe jemals eine vage Vermutung sein?\"
Gott lächelte. \"So zieh denn.\"
Shia knickste. Sie wandte sich zum Gehen und hatte fast das Portal durchquert, da hörte sie Gott rufen: \"Aber schau nicht zu selten vorbei.\" Sie wandte sich um. Gott lächelte. Und Shia wusste, dass es nie zu spät war.

  Paean of praise  Paean of praise
Lobpreisen Gott
Gott den Allmächtigen
Schuf er die Erde
Das Leben, das Licht
doch auch die Dunkelheit
Auf das es immer zwei Seiten gebe
Doch steht er den Frommen bei
Vertrauen, Hoffnung, Liebe
Was ungerecht erscheint,
ist gerecht
Irgendwo in der Tiefe der Seele
Ist er ein Teil von uns
Leben um zu lieben
Lieben um zu leben
es gibt nichts Schlechtes ohne Grund
Gerechtigkeit, Segen, Freiheit
Wir stehen dazu
Gott, Allmächtiger, richte
Richte über uns
Nimm hinfort das leid
Vertrauen, Vertrauen, Vertrauen
In den Sternen sieht man ein Leuchten
Wache an meiner statt
Liebe, Hoffnung, Freundschaft
Wir leben um zu lieben
Wir lieben um zu leben
Wir leben Gott zu dienen

  Cherub's poem  Cherub's poem
Hinuntzer von meiner Himmelswolke
Schaue ich zu euch auf Erden
Wie ihr euer Leben lebt
So ganz locker und ohne Beschwerden

Weiß nicht, was ich davon halten soll,
Denn habe ich schon längst geseh\'n,
dass den Sinn des Lebens ihr nicht kennt
und kann dies einfach nicht versteh\'n

Seht ihr ihn in vielen Dingen,
große, teure, süß oder klein
Ganz egal,w as auch immer es ist,
kann dies der Sinn des Lebens sein?

Warum denkt ihr nicht an Liebe?
Warum denkt ihr nicht an Glück?
Warum seid ihr so geworden,
denkt doch einmal nur zurück!

Ich wünsche mir, dass ihr es lernt,
andere zu respektieren
und des Lebens einz\'gen Sinne
nie aus den Augen zu verlieren!

  Young angel  Young angel
Engel der gebrochenen Herzen

„Jipieeeee!“ Sue machte einen Freudensprung. So eben hatte sie die Prüfungsergebnisse erhalten. Sie hatte es geschafft, sie war jetzt endlich ein Engel! Und sogar die zweitbeste in der Klasse. Gespannt blätterte sie ihr Ergebnis durch. Ihr wurde der Engel ... des Mitleids empfohlen! Des Mitleids????? Sie hatte doch als Wunsch Engel der gebrochenen Herzen angegeben. Ah, da stand es ja. Sie konnte auch Engel der gebrochenen Herzen werden, aber das würde nicht so gut zu ihr passen. Pah, egal! Sue lächelte. Gleich morgen würde sie sich als Engel der gebrochenen Herzen melden.

Nach einigen Tagen bekam Sue ihren ersten großen Auftrag. Ganz stolz auf sich flog sie zur Erde. Dort traf sie auf Maria, ein Mädchen im Alter von 17 Jahren. Ihr trauriges Antlitz brachte Sue so schnell als nur irgendst möglich dazu, ihre Tarnung aufzugeben und sich ihr zu offenbaren. Maria erzählte ihr von ihrem Kummer, dass sie ein Jahr in Großbritannien gewesen wäre um die Sprache perfekt zu beherrschen. Als sie wiederkam erwartete ihr Freund sie am Flughafen... um ihr mitzuteilen, dass es aus sei, er eine andere habe. Sue umarmte das Mädchen, doch wusste sie nun nicht, was sie zu tun hatte. Ein paar aufmunternde Sachen vielen ihr zwar ein, aber nicht viel.
Am Abend lag sie im Bett und ließ sich den Fall „Maria“ immer wieder durch den Kopf gehen. Und immer und immer wieder wurde sie trauriger dabei. Am nächsten Abend ging es ihr noch schlechter, denn viel hatte sie Maria nicht helfen können. Da es ihr aber peinlich war, so lange mit der Lösung des Falls zu warten, meldete sie ihn als erledigt, nahm sich aber fest vor, weiter dran zu bleiben.
So erhielt sie neue Aufträge, immer mehr, sie wuchsen ihr bald über den Kopf, aber sie wusste nicht, was sie nun tun sollte!
Schließlich flog sie eines Tages, völlig erschöpft und fertig auf die Erde und traf auf ein junges Mädchen. Das Mädchen erzählte ihr auch viel von ihrem Kummer. Doch als es endete und Sue mal wieder in riesiges Mitleid verfiel, lächelte es nur und sagte: „Siehst du. Wir wussten schon, warum du der Engel des Mitleids sein solltest, denn das kannst du gut spenden.“ Sue sah sie an und weinte. „Ich habe alles falsch gemacht!“ Das Mädchen nahm Sue in den Arm und flüsterte: „Ach was. Nimm deine Chance wahr.“ Sue nickte unter Tränen. „Willkommen, Engel des Mitleids.“

  The talk  The talk
Zweifel eines Engels

„Der Glaube scheint so schnell zu schwinden
Selbst das Kind hat uns nicht erkannt
Wie wir da so vor ihm standen
Mit prächt’gen Flügeln im Engelsgewand

Die Lehre Gottes wird vergessen
Die Bibel ist nur noch ein altes Buch
Engel als Hirngespenste abgetan
Über uns fällt das Leichentuch

Dämonen schlendern durch die Gassen
Doch wir sind zu schwach zum Einzugreifen
Denn sie wenden sich nur ab von uns
Die Menschen lassen ihr Leben schleifen

Was ist zu tun in diesen Zeiten?
Wie sollen wir zeigen, dass wir sind?
Wieder sie vor allem Unheil schützen?
Wann glaubt an uns auch wieder das kleinste Kind?“

„Sorge dich nicht, es ist ihr Will,
so möge geschehen, was sie wollen.
Denn zwingen können wir sie nicht, dass sie an uns glauben sollen.

Eines Tages, ich vertraue darin,
werden sie zum Himmel sehen,
dem magisch wachsamen Königreich,
und sich ihren Glauben an mich wieder eingestehen.“

by Shia/Saskia

  The hierarchie
Gott schuf die ersten Engel, um ihm Gesellschaft zu leisten. Außerdem gab er ihnen Aufgaben. Mit der Zeit stellte sich jedoch heraus, dass einige Engel bestimmte Aufgaben besser erledigen konnten als andere Engel. Manche beispielsweise liebten es, den Menschen Botschaften zu überbringen, taten sich jedoch als göttliche Berater recht schwer. Gott fand einige Engel, denen er besonders vertraute, anderen hingegen teilte er nicht so gern Geheimnisse mit. Doch im Himmel herrschte ein reges Chaos, weil jeder jede Aufgabe erledigen musste, also zumindest einen kleinen Teil einer jeden Aufgabe. So konnte das nicht weiter gehen und so entschied sich Gott dazu, seine Engel in eine Hierarchie zu gliedern. Er begann damit, drei Triaden zu bilden. Die dritte Triade war den Engeln gewidmet, die gern Botenaufgaben übernahmen und viel auf der Erde unterwegs waren. In der zweiten Triade fanden die Verwalter die für sie geschaffenen Aufgaben wieder und in der ersten Triade wurden die göttlichen Berater untergebracht, also die Engel, deren Meinung Gott etwas bedeutete. Nun hatte er also eine grobe Rangordnung geschaffen. Um diese allerdings noch zu verfeiern, entschied er sich, in jede Triade drei Unterpunkte zu bringen. Die noch nicht ganz so erfahrenen Boten waren Engel, die Boten, die sich auch um das Seelenheil der Menschen kümmerten, wurden Erzengel und die Fürsten wussten am besten was sie taten und beschützten außerdem die großen Städte, Religionen und Völker. Dann teilte Gott die zweite Triade feiner ein. Die Gewalten sind dafür verantwortlich, göttliche Pläne durchzusetzen und können zur Macht aufsteigen, welche Gnadenengel sind und Wunder verschenken. Sie sorgen dafür, dass Gottes Wille geschehe. Die ranghöchsten Engel der zweiten Triade wurden die Herrschaften, die Führer der unteren Engelschöre sind und deren Pflichten regeln. Die erste Triade war Gott am nächsten. Die Throne bringen Gottes Gerechtigkeit unter die Menschen, die Cherubim sind die Hüter des paradiesischen Garten und letztendlich die Seraphim, die Gott am nächsten sind, ihn besingen und ihm ihre Liebe entgegen bringen. So ward im Himmel alles geregelt und jeder konnte sich nun den Aufgaben widmen, die ihm am besten standen.