Power of twilight Power of twilight
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Lyrenia   Gallery   Exams   Statistics IMG
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Age: ich glaube 16 war ich als ich zu den Engeln kam, seit dem ist schon einige Zeit vergangen, doch genau kann ich euch das nicht beantworten, die Zeit verläuft hier irgendwie anders als ich es von Erden gewohnt war.
Location: ich wohne in der Nähe des Seelenflusses, dort habe ich es nicht so weit zur Arbeit ^^ um es noch genauer zu definieren ich wohne an der Grenze zwischen Erde/Himmel/Hölle... ein sehr Lebhaftes kleines Fleckchen... direkt hinterm Haus habe ich sogar einen kleinen Wald, allerdings traut sich aufgrund des Seelenflusses niemand dort hinein ^^ daher habe ich ihn irgendwie ganz für mich ^^ die meisten Wesen finden mein zuhause eher dunkel und ungemütlich ^^ doch wir fühlen uns hier wohl!
Parents: Meine Mutter war ein Engel, sie muss wundervoll gewesen sein, vollkommen rein. Leider kannte ich sie nicht, denn sie ist kurz nach meiner Geburt gestorben, ähnlich wie mein Vater. Allerings war dieser ein Dämon, welcher als Strafe, dass er einen Engel verführt hatte von Gott gerichtet wurde. Als ich das erfuhr war ich sauer auf Gott, doch irgendwann begriff ich, dass dies nuneinmal so war. Also viel kann ich nicht über meine Eltern erzählen, ich weiß nur, dass ich die Haare und die Augen von meinem Vater habe ^^ und die Figur von meiner Mutter ^^ sowas hört man halt ab und an von alten Bekannten der Beiden ^^
Siblings: da gibt es nur meinen Stiefbruder Marcel, er ist ein Dämon, doch wir sind uns sehr ähnlich ^^ ein wenig aufbrausend, stur und irgendwie tollpatschig ^^
Relationships: da ich nicht wircklich eine Familie habe kann ich hier nicht all zuviel berichten. Doch Marcel und sein bester Freund Zyber (auch wenn er anstrengend ist) sind wie Brüder für mich, also so richtige ^^ wir stellen schon sehr viel Unfug zusammen an ^^ und dann ist da noch meine beste Freundin, PI, sie ist auf jeden Fall meine Schwester, hinzu kommen natürlich Ireth und Seth und seid neustem Lyrenia und Goldschuppe ^^... wenn man es so betrachtet habe ich doch eine recht große Familie und ich liebe sie alles <3
Character: nett, zuverlässig, aufrichtig, verspielt, ab und zu verplant, ein wenig tollpatschig,... ja was soll ich sagen, ich bin eben ich ^^
Duties: meine aufgabe ist es das Zwielicht zu bewachen, dass bedeutet soviel wie, die Abenddämmerung. im allgemeinen ist es genau das wonach es klingt, doch hinzu kommt die Wache über den Seelenfluss und die Wiedersprüche, klingt anspruchsvoll, ist es irgendwie auch, aber geht eigentlich auch wieder ^^
Past: bevor ich ein Engel wurde lebte ich in einem Internat auf der Erde, da meine Eltern tot waren und ich nichtmal wusste wer sie waren. das erfuhr ich erst kurz nach meinem 16. Geburtstag... doch ansich war ich Glücklich, ich hatte Freunde, war nicht all zu schlecht in der Schule, durfte Reiten, das Internat hatte einen eigenen Skatepark ^^ und ich muss zugeben ich war sogar verliebt gewesen... sein spitzname war Iraker... es tat weh ihn damals zurück zu lassen, doch mitlerweile habe ich gemerkt, dass er nicht so toll ist, wie ich damals geglaubt hatte... nungut... es ist alles eine weile her und deshalb nicht traurig, ich denke gerne zurück, oder besuche mein altes Zuhause, doch zurückkehren möchte ich nicht...
About your element: das Zwielicht ist eine sehr geheimnisvolle Sache... generell ist die Abenddämmerung ein wundervolles Element, ein wenig gruselig, aber zauberhauft anzusehn. Als Mensch fand ich sie schon immer faszienierend. Als Engel weiß ich das mehr dahinter steckt, doch alles müsst ihr auch nicht wissen ^^

  Risings and spells

Reines Wasser

Viel habe ich nicht getan, bzw. eigentlich nichts anderes als sonst auch. An einem netten Sommertag war ich mal wieder am Meer, an meiner Lieblings Bucht. Ich schwamm ein wenig mit den Fischen, sonnte mich und spielte mit meinen Haustieren. Zum späteren Abend hin wollten wir wieder nach hause fliegen. Doch kurz vor unserem Aufbrechen fuhr ein Boot in die Bucht ein. Ich war ein wenig verwundert, denn hier begegnete man sonst niemandem. Als ich eine wenig genauer hin sah, konnte ich erkennen, dass von diesem Boot Müll und Öl ins Meer geschüttet wurden. Das konnte ich natürlich nicht zulassen. Dies schadete nicht nur den Menschen, sondern auch meinen Freunden im Meer. Um es kurz zu machen ich habe, mit Hilfe eines kleinen Zaubers, den Müll und das Öl wieder zurück in das Boot verfrachtet. Die Menschen an Boort hielten dies anscheinend für einen Fluch, oder der gleichen. Auf jeden Fall flüchteten sie schnell. Und wenn ich zu späteren Tagen und Monaten in "meiner" Bucht und der Umgebung nach sah, fand ich keinerlei Makel. Anscheinend hatte ich mit dieser Tat jemanden mit Stolz erfüllt, oder einfach nur etwas "Großes" getan (was ich nebenbei nicht glaube). Jedenfalls erfüllte mich kurze Zeit später Wärme und ein zartes Licht und so wurde ich zum Erzengel.

Eisblume

Heute war ein wundervoller Tag, denn ich hatte frei. Dachte ich zumindest. Kurz vor Sonnenuntergang schellten die Alarmglocken. Eine Seele aus der Unterwelt hatte so viel Energie gesammelt, dass sie entkommen war und nun auf der Erde wanderte. Wer hatte da Unten denn schon wieder nicht aufgepasst? Auf halben Weg traf ich mich mit Marcel. Auch er war über dieses Geschehen sehr aufgebracht, allerdings mehr über den Papierkram, den er danach zu erledigen hatte. Wobei ich hätte wetten können, dass er derjenige war, welcher geschlampt hatte. Doch für Zwist unter Stiefgeschwistern hatten wir nun keine Zeit. Auf dem Weg zur Erde erklärte mir Marcel, dass die Seele welche wir suchten keine gefährliche sein. Ein armer Geselle, er hatte Selbstmord begangen und wollte sich bei seiner Familie entschuldigen. Doch dies konnten wir leider nicht zulassen, nicht in solch einem Zustand wie er anscheinend war. Verwirrte Seelen konnten, ohne es zu wollen einen großen Schaden anrichten. Wir fanden die Seele des jungen Mannes in einem Waldstück nahe seinem ehemaligen Familienhaus. Auch wenn es noch nicht ganz Zeit für die Abenddämmerung war, so musste ich sie nun heraufbeschwören. Zwielicht ist nicht nur das Gleichgewicht der Wiedersprüche, oder das Überwachen von Seelen, die Abenddämmerung gehört ab und an auch dazu, denn sie ist sowohl Tag, als auch Nacht. Wiedermal so etwas wo man beide Seiten einer Medaille sieht. Im Nebel verschlungen konnte die Seele sich nur schlecht bewegen und zu Zweit gelang es uns auch recht bald sie einzufangen. Das endgültige versiegeln überließ ich Marcel, denn ich musste mich noch um die Abenddämmerung kümmern. Ich hatte sie vorerst nur auf den Wald gelegt, hier fiel es nicht so auf und die Natur wurde nicht maßgeblich beeinflusst, doch nun war die Zeit der Dämmerung gekommen und ich sorgte dafür dass sie sich von Wald aus wie ein zarter Hauch gleichmäßig ausbreitete. Ich weiß nicht genau ob es das Einfangen der verwirrten Seele oder doch eher der geschickte und zarte Umgang mit der Natur war, doch als ich nach Hause kam, leuchtete eine Eisblume auf meinem Küchenfensterbrett. Dies war nun das Symbol dafür, dass ich zur zweiten Triade gehörte. Ich fühle mich immer noch geehrt und werde meine Blume hüten wie mein Leben, denn ich weiß um ihre Macht und Bedeutung.

Naturgewalt,
Seelenfang,
voll Schmerz und Trauer,
kehrt dein Herz zurück.
Dies ist nicht der Ort,
an welchem du weilen solltest.
Naturgewalt,
Seelenfang,
beschütze was entflohen,
bis wir gelöst die Qualen.
Dies ist nicht der Ort,
an welchem du sein solltest.
Naturgewalt,
Seelenfang,
steige auf, zu verdecken,
was wir hier schaffen.


  As I became an angel...  As I became an angel...
Vom Skaten zum Wolkenboarden

Aufgewachsen bin ich in einem Internat in Südeuropa, dort habe ich viele Freunde gefunden und mich mit der Zeit recht heimisch gefühlt. Doch eines belastete mich mein ganzes Leben. Ich kannte meine Eltern nicht. Ich war von der Kinderstube an in diesem Internat, auch in den Ferien, wenn alle von ihren Eltern abgeholt wurden, blieb ich zurück. Durch die viele Zeit, die ich allein verbringen musste, habe ich viele Interessen entwickelt. Am Anfang habe ich mich in die Bücherei verkrochen. Dort habe ich mich vor allem mit eher übernatürlichen Dingen beschäftigt. Wie zum Beispiel Tarot, Vampiren, Engel und so weiter. Später versuchte ich mich, mit meiner besten Freundin zusammen, an kleinen Zaubereien. Soviel zu meiner Kindheit. Desto älter ich wurden, desto mehr versiegte mein Interesse an dem Übernatürlichen. Ich lass weiterhin gerne Bücher über solche Themen und blieb auch dabei die Karten zu legen. Allerdings tat ich dies alles nur für mich allein, wenn niemand dabei war. Mein aktuelles Hobby war das Skaten. Wenn ich auf dem Brett stand, dann fühlte ich mich frei, als würde ich fliegen und ich musste nicht mehr nachdenken. Mittlerweile hatte ich mich damit abgefunden, dass ich wohl keine Eltern hatte denn auch die Internatsleitung konnte mir keinerlei Auskünfte geben. Auch wenn ich mich dann fragte, wer mein Schulgeld bezahlte ??? Nunja, auf jeden fall näherte sich mein 16. Geburtstag langsam aber sicher, ohne dass ich mein Leben weiter in Frage stellte. Gerade als ich mich am meisten bemüht hatte alle Fragen zu verdrängen, kam ein Brief: „Alles liebe zu deinem 16. Geburtstag! Vielleicht hast du dir in deinen Leben schon einige Fragen gestellt. Sei gewiss, du wirst bald eine Antwort erhalten und es nicht bereuen gewartet zu haben.“ Nun war ich noch mehr verwirrt! Doch ich ließ es darauf beruhen und hoffte, dass der Brief sich bewahrheiten würde.
Kurz nach meinen 16. Geburtstag ging ich, wie fast jeden Tag, in der nächsten Stadt skaten. Ich drehte ein paar Runden, stand sogar einen neuen Trick und fühlte mich wieder mal frei. Gerade als ich an eine Quarter ran fuhr und einen gewöhnlichen Ollie mach wollte machte sich mein Brett selbstständig und ich meine nicht, das Selbstständig, wenn ich einen Trick nicht schaffe Meine Brett flog! Ich zappelte ein wenig rum, fiel und landete gerade so auf meinem Brett. Mein Herz raste und ich klammerte mich nur noch fest. Es ging immer höher und höher Durch die Wolken und plötzlich, hielt es an. Ich befand mich direkt neben einer Wolke und auf dieser Wolke befand sich ein Haus. Vorsichtig tastete ich und tatsche, die Wolke war stabil. Ich krabbelte auf die Wolke und zog schnell mein Brett hinterher. Danach näherte ich mich vorsichtig dem Haus. Ich war davon überzeugt, dass ich beim Skaten gestürzt war und nun träumte, während ich bewusstlos auf dem Boden lag. Kurz bevor ich das Haus erreicht hatte, öffnete sich die Tür. Vor mir stand etwas, was mir nie jemand glauben würde. Ein Wesen von solcher Reinheit und Eleganz, dass es jeder Natur widersprach. „Hallo ich bin Nauralass, komm doch herein!“, bat sie mich. Ich folgte. Wir setzten uns ins Wohnzimmer, glaubte ich zumindest. Auf jeden Fall servierte Nauralass Tee und setzte sich mir gegenüber. „Du scheinst verwirrt, hast du gar nichts geahnt?“, fragte sie mit einer zarten Stimme. „Was soll ich mir gedacht haben? Ja ich bin ganz eindeutig verwirrt!“, gab ich zum besten. Nauralass lächelte, nahm einen Schluck Tee und begann zu erzählen: „Du bist wegen dem Brief hier, den du zu deinem Geburtstag bekommen hast und wegen deiner Eltern.“ „Meine Eltern?“, nun war meine Neugierde geweckt. Nauralass erhob sich und ging zum Fenster. Ihre Flügel wehten ganz leicht, sie war wundervoll anzusehen. Die Zeit verging während Nauralass mir von meiner Vergangenheit, also dem Teil den ich nicht kannte, erzählte. Sie erzählte mir, wer meine Eltern waren, warum ich im Internat war, warum ich bis jetzt noch nichts erfahren durfte und so weiter. Ich hatte natürlich viele Fragen, doch auch sie hatte eine Frage. „Möchtest du weiterhin dein Leben führen, oder möchtest du gerne auf den Wegen deiner Eltern wandeln? Überleg es dir gut, wenn du annimmst, dann gibt es kein zurück!“ Ich überlegte:“Muss ich dann alles zurücklassen?“, fragte ich schon etwas traurig. „Nein, sobald du die ersten Prüfungen bestanden hast und ein echter vollwertiger Engel bist, darfst du auch zurück zur Erde.“ Meine Augen fingen an zu leuchten: „Wenn das so ist, dann möchte ich gerne zu euch gehören!“, rief ich freudig. Wieder lächelte Nauralass. Danach weiß ich nicht mehr genau was passiert war, ich wachte in dem Skatepark auf. Nun dachte ich wieder, ich hätte alles geträumt. Doch als ich mein Brett nahm klebte ein Zettel daran: „Schaue die nächsten Tage bei mir vorbei um deinen ersten Prüfungen abzulegen. Gruß Nauralass“ Ich grinste und die Frage, wie ich dort hinauf kommen sollte erübrigte sich, als ich mir mein Brett genauer ansah. Die Achsen und Räder waren verschwunden, doch sobald ich mich draufstellte schien es wie immer zu sein, mit dem kleinen Unterschied, dass ich damit nun etwas höher kam, als gewöhnlich. Ich wurde in der himmlischen Schule aufgenommen. Ich beschäftigte mich mehr mit der Vergangenheit meiner Eltern und damit, wie ich mit meinen neuen Kräften helfen konnte. Nachdem ich einige Prüfungen abgelegt habe, meine Berufung aus der Vergangenheit herausgefunden habe wurde ich nun zu dem Engel des Zwielichts.
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  Heavenly pets  Heavenly pets
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Vogelgezwitscher, Vergangenheit und Höllengeschenk

Der Garten des Anwesens war sehr verwildert und auch das Haus, bzw. die Hütte lud nicht unbedingt zum bleiben ein. Doch dieser Ort faszinierte mich, ich wollte mehr darüber wissen. Also schwing ich mich über den Zaun und lief umher. In die Hütte wollte ich nicht, mein Gefühl leitete mich in den hinteren Bereich des Geländes. Dort war eine Art Wald angelegt und mitten in diesem Wald befand sich eine kleine Höhle. Vorsichtig näherte ich mich dieser Höhle, sie strahle eine sehr merkwürdige Aura aus, so etwas hatte ich hier im Himmel noch nie wahrgenommen. Noch bevor ich einen Fuß in die Höhle setzen konnte ertönte ein merkwürdiges Geräusch. Es klang wie das Brüllen eines Drachen, doch etwas zaghafter. Verwundert blieb ich stehen. Doch ich wollte wissen, was es mit diesem Grundstück auf sich hatte, also wagte ich mich vor. Von innen war die Höhle weitaus größer als von außen. Mehrere Meter ging ich hinein und wieder ertönte das Geräusch. Erschrocken wirbelte ich herum, suchend nach der Quelle dieses Geräuschs, doch ich fand nichts. Also tastete ich mich weiter in die Höhle hinein. Plötzlich wurde ich angegriffen. Um meinen Kopf schlugen Flügel und ich wurde von einem kleinen Schnabel bearbeitet. Nach einigen Sekunden merkte ich, dass diese Angriff nicht weh tat, wahrscheinlich war es mehr der Schock als der wirkliche Angriff, welcher mich in die Schutzhaltung gebracht hatte. Vorsichtig richtete ich mich auf und war noch mehr verwundert als vorher. Mein Angreifer war ein kleines Pteri Weibchen. Behutsam griff ich mir das kleine Wesen und versuchte es zu beruhigen.
„Hey meine Kleine! Beruhige dich bitte! Ich wollte nicht in dein Heim eindringen, es tut mir Leid!“, sagte ich. Der kleine Vogel hörte auf sich zu winden und schaute mich an. Einige Minuten standen wir so da. Es war beinahe magisch. Dann plötzlich zappelte sie wieder los, hüpfte aus meiner Hand und flog in eine Ecke der Höhle um kurze Zeit später mit einer Schachtel wieder zu kommen.

„Willst du mir das geben?“, fragte ich und nahm die Schachtel entgegen.

Als ich die Schachtel entgegen nahm merkte ich, dass sie schon sehr alt war. Vorsichtig öffnete ich sie. In ihr befand sich ein Zettel.
~Wer auch immer du seihst. Wenn du bis hier her gekommen bist, hat dich mein Pteri für würdig erachtet hier zu verweilen. Ihr Name ist Ireth, bitte gebe gut auf sie acht und lasse dir von ihr die Geheimnisse dieser Höhle zeigen. In voller Hochachtung M.~

„Du heißt also Ireth! Ein schöner Name ^^“, ich lächelte die Kleine an, „Doch was sollst du mir hier zeigen und wofür bin ich würdig?“

Der kleine Vogel hüpfte mir auf die Schulter und zeigte mit seinem Flügel in die Rechte Ecke der Höhle. So richtig verstand ich gar nichts, doch ich ging in die Ecke, welche Ireth mir gezeigt hatte. Doch dort war nichts.

„Und nun?“, fragte ich. Ireth sprang von meiner Schulter und tippte mit dem Schnabel an die Wand der Höhle. Plötzlich tat sie sich auf und zum Vorschein kamen ein Fluss und weitere Gänge. Total überrascht ging ich durch die Öffnung in der Wand. Gleich hinter dem Durchbruch stolperte ich über etwas und flog elegant nach vorne.
„Mist, immer wieder!“, schimpfte ich. Ich war über ein Schild, bzw. einen Wegweise gefallen. Hier schien schon ewig keiner mehr gewesen zu sein, das Schild und allgemein die Höhle waren sehr verstaubt. Auf den Schildern standen drei Wörter auf verschiedenen Brettern mit Pfeilspitze. Dort stand: Seelenfluss, Übergang Unterwelt und Büro. Ein Übergang zur Unterwelt, Seelenfluss? Das war echt eine Überraschung.
Ich sah mich noch ein wenig um, immer gefolgt von Ireth.
Für mich stand an diesem Tag fest, dies würde mein Zuhause werden und so wurde es dann auch. Ich zog vom Wohnheim der Engelschule in die kleine Hütte vor dem Wald mit der Höhle. Zusammen mit Ireth und einigen Freunden richtete ich es mir dort recht heimisch ein. Dieses Grundstück gehörte niemand, daher ging alles recht schnell. Dies geschah alles kurz bevor ich meine letzte Engelprüfung abzulegen hatte. Einen Tag vor der letzten Prüfung war ich gerade dabei Ireth zu füttern, als sie hektisch in Richtung Höhle flog. Ich rannte hinterher. In der Höhle angekommen staunte ich nicht schlecht. Der Seelenfluss leuchtete und in einer Ecke auf der anderen Uferseite strahlte die Wand.

„Was passiert hier?“, doch meine Frage beantwortete sich recht schnell selbst. Im Seelenfluss waren Seelen angekommen. Ireth flatterte über den Fluss und fing an die Seelen hinaus zu ziehen. Ich überlegte nicht lange und half ihr. Es waren zum Glück nicht viele, doch irgendwie war es anstrengend. Als wir alle Seelen gefischt hatten, standen die Verstorbenen vor mir. „Und nun?“, flüsterte ich zu Ireth. Der kleine Vogel flog hinter eine Wand, wo anscheinend das erwähnte Büro war und kam mit einem dicken Buch wieder. Als ich das Buch aufschlug erschienen ein Bild und ein Name, sowie eine Liste an Taten. Als ich das Bild mit einer der Seelen verglich stellte ich fest, dass dieses Buch so etwas wie ein Register zu sein schien. Ganz unten auf der Seite stand Unterwelt. Womit mir klar wurde, dass dies der Ort war an dem die Verstorbenen ihrem Bestimmungsort zugeführt wurden. Beeindruckend wenn man sich vorstellt, dass Ireth dies alles über Jahre selbst verwaltet hatte. Ich sortierte die Seelen und brachte diejenigen bei denen Unterwelt stand zu der leuchtenden Wand gegenüber, diese verschwanden auch zugleich. Bei denen wo Himmel stand entschloss ich, sie zur Schule zu bringen, dort wüsste man sicher was zu tun sei. In der Schule traf ich auf Michelle. Sie war sehr erfreut darüber, dass ich ohne zu fragen solch eine verantwortungsvolle Aufgabe übernommen hatte. Somit stand an diesem Tag, einen Tag vor der großen Engelprüfung meine Aufgabe als Engel des Zwielichts fest. Das hatte ich Ireth zu verdanken, welche mich, wie im Zettel beschrieben, als würdig erachtet hatte. So kümmerten Ireth und ich sich gemeinsam um den Seelenfluss.
Einige Tage war recht viel los, doch es gab auch Tage an denen ich sozusagen frei hatte. An solch einem Tag versuchte ich die Höhle ein wenig zu säubern, damit die ankommenden Seelen nicht sofort einen Schock von der Nachwelt bekamen. Während ich so mit Putzen beschäftigt war fing auf einmal die Wand, also der Übergang zur Unterwelt an zu leuchten. Ich stand auf und betrachtete den Seelenfluss, doch er blieb ruhig. Verwundert starrte ich auf die Wand. Kurze Zeit später kam ein junger Mann hindurch. Er war groß gewachsen, mit strubbeligen schwarzen Haaren und grünen Augen. Als er vollständig durch das Portal geschritten war erkannte ich, dass er ein Dämon sein musste, denn er hatte drachenähnliche Schwingen die in einem leichten Grün schimmerten. Ich stand immer noch völlig verblüfft dar. Ihn schien es bei meinem Anblick genauso zu gehen, denn er blieb stehen und kratzte sich verwundert am Kopf. Wir sagten beide nichts, bis plötzlich Ireth an mir vorbei flog und dem Fremden um den Hals fiel.

„Ach meine Süße da bist du ja. Hast du dir jemanden zum Helfen gesucht, ja?“, sagte der Junge, während er Ireth streichelte. Ich flog ein Stück zu ihm hinüber.

„Ja, sie hat mich sozusagen gebeten sie hier zu Unterstützen. Wenn ich mich vorstellen darf, mein Name ist Losaria, ich bin seit neustem der Engel des Zwielichts.“, vorsichtig reichte ich ihm die Hand, doch er verweigerte sie. Stattdessen ging er zu einem Stein hinüber, setze Ireth ab und stellte ihr etwas zu Essen hin. Danach wand er sich wieder mir zu.

„Ich heiße Marcel, Sohn von Mathÿs. Ireth war sein Vogel, bevor…“, er schluckte, „…nunja er wurde von Gott gerichtet…“

Mathÿs… dieser Name kam mir bekannt vor. Hektisch wühlte ich in meiner Hosentasche. Ich holte ein Foto heraus. Es war ein Foto von meinen Eltern, das einzige was ich hatte. Auf der Rückseite stand Mathÿs und Lyn.
„Entschuldigung, darf ich dich was fragen? Ist das… War das dein Vater?“, ich streckte ihm das Foto entgegen. Er griff danach und starrte auf das Bild.

„Du?...“, er blickte nun mich an. „Du bist der Grund warum mein Vater gerichtet wurde…“
Er schien wütend zu sein.

„Moment Mal, bis vor einigen Monaten wusste ich nicht einmal etwas von meinen Eltern! Glaubst du nicht, ich war auch sauer, als ich erfuhr, dass meine Mutter bei meiner Geburt gestorben ist und Vater wegen der Beziehung zu ihr gerichtet wurde“, brüllte ich ihn an.

Marcel setzte sich. „Tut mir leid.“, ich weiß du kannst nichts dafür. Doch als Vater gerichtet wurde, war ich noch sehr klein und dort unten gibt es so etwas wie Heime nicht. Ich musste zusehen wie ich klar kam und das war nicht besonders leicht.“

Ich setzte mich zu ihm und wir unterhielten uns eine Weile. Es stellte sich heraus, dass Marcel mein Stiefbruder ist. Nach und nach verstanden wir uns recht gut und er lud mich sogar zu sich ein. Ein Besuch in der Unterwelt. Ich wusste nicht einmal ob ich das durfte. Doch rein theoretisch befand ich mich weiterhin auf meinem Grundstück ^^. Also willigte ich ein und wir machten einen kleinen Abstecher in die Unterwelt. Es war sehr interessant. Marcel musste ab und an einige Schaulustig zu Recht weisen, denn ich fiel hier unten sehr auf, doch ich wurde nicht weiter belästigt. Am Abend lag ich im Bett und war von Eindrücken überflutet. Das war also das Land meines Vaters gewesen. Außerdem ich hatte endlich so etwas wie eine Familie. Naja, so gut verstand ich mich mit Marcel noch nicht, doch ein wollte ihn besser kennenlernen und endlich meine Familie um mich haben.

Marcel schien ähnlich zu denken, denn eines Tages stand eine Kiste in meiner Höhle, mit einem Zettel. Marcel schrieb: Eine kleine Aufmerksamkeit für meine kleine Schwester, als süße Verbindung zur Unterwelt. Im ersten Moment dachte ich an ein Telefon, doch als ich die Kiste öffnete sprang mit ein kleines Wesen entgegen. Es war ein Kacheek, mit einem Lederhalsband auf dem Seth stand. Marcel hatte mir allen ernstes einen kleines Hautier geschenkt. „Hey mein Kleiner! Dann wohnst du wohl ab jetzt bei mir und Ireth!“ Ich ging zurück ins Haus und stellte die beiden Tiere einander vor. Ireth war skeptisch, doch sie waren sich nicht feindselig gesonnen. So langsam wurde das mit meiner Familie richtig schön. Anfangs hatte ich einige Schwierigkeiten mit Seth, da er ja eigentlich ein Wesen der Unterwelt war, sorgte er im Himmel ab und an für einige Aufruhe. Doch ich regelte alles mehr oder weniger und versprach ihn zu erziehen.
Auch wenn ich auf Ireth durch Zufall gestoßen war und Seth ein Geschenk war, sie sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich freue mich, dass sie bei mir sind und mir bei meiner Aufgabe als Engel des Zwielichts behilflich sind.

  Private statement  Private statement
Ja es gibt Engel... ich glaube allgemein an übernatürliches... allerdings nicht an irgendeine Religion... Engel sind für mich eine Art Wächter über die Natur und über alles andere Leben. Daher auch oft die Bezeichnung: Schutzengel. Sie sorgen dafür, dass alle Kräfte im Gleichgewicht bleiben. Wie genau engel aussehen weiß ich nicht und ich will es mir auch nicht vorstellen. doch sind sie sicherlich atemberaubend schön!

Wenn die ersten Sonnenstrahlen ihre Nasenspitze kitzeln beginnt für die Engel ein neuer Tag. Schon mit dem ersten Augenaufschlag verbreiten sie Liebe und Harmonie. Sie sind Wächter über ihr Gebiet. Je nach Element kümmern sie sich tagsüber um das Gleichgewicht in der Natur, helfen dem Glück ein wenig nach, oder Schützen ihnen liebe Wesen. Wenn sie dann ihre Freizeit genießen, flattern sie durch ihr Heim, spielen mit ihren Haustieren und Gefährten, trainieren sie, faulenzen in der Gegend rum, oder bilden sich weiter. Ihr Leben ist teilweise stressig, aber dennoch freudig. Ihr Lebensraum ist ganz nach ihrem Element und ihren Aufgaben bestimmt. Sie können überall leben. Im Meer, am Meer, in den Bergen, in der Stadt, auf dem Land, oder auch in den Wolken. Wo genau sie herkommen, das weiß ich nicht. Sie sind genau wie Elfen und Dämonen Wesen der Ungewissheit, der Natur, der Schatten oder des Lichts. Nur eines ist gewiss, sie kommen nicht von Gott. Denn Gott in der Hinsicht (Bibel und andere Religionen) gibt es nicht. Eine Legend die es gibt ist, dass Engel und andere solcher Wesen aus den Wünschen und Hoffnungen der sterblichen entstehen und immer dort erscheinen, wo sie gebraucht werden. Warum es sie gibt. Damit jemand aufpasst. Damit jemand da ist, der das Gleichgewicht erhält.
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