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 In the forest

  Angel of love  Angel of love
Engel der Liebe
zu sein ist ermüdend.
Den ganzen Tag über welche wachen
die sich eh zerstreiten und verletzen
So tun, als wüssten sie nichts voneinander
um sich dann wieder in die Arme zu fallen
und zu sagen \'Oh schatz es tut mir leid\'
Damit hat Amors Pfeil nichts zu tun
Das ist Irrsin.
Und ich soll es überwachen.
Sagte ich schon, dass ich meinen Job hasse?

  Heroic deed  Heroic deed
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‚Schreib eine Geschichte, die einen Engel deiner Wahl am Ende als Helden darstellt.’ „Ich mag aber kein Held sein...“ missmutig starrte Ashantiel auf den Bildschirm: „Was ist das überhaupt für eine blöde Idee? Ich glaub so langsam will ich auch kein Engel mehr sein...\" sie beschloss, erst einmal den Computer auszumachen und ein wenig rauszugehen, um einen klaren Kopf zu bekommen <Heldengeschichten... sowas liegt mir nicht. Alles was ich beginne endet auf die eine oder andere Art in einer Katastrophe...>
Sie kramte sich ein paar Klamotten zusammen und versuchte, es diesmal so aussehen zu lassen, dass nicht gleich alle sie anstarrten. Nicht, dass sie etwas gegen Anstarren hätte, nur wenn es deswegen war, weil sie aussah wie Luzifer persönlich, das eigentlich aber nicht vorhatte, war es nicht so gut. <Verflucht wo sind diese blöden...> sie entdeckte ihre Schuhe unter einem großen Haufen aus allem möglichen Kram. <Stimmt ja... DA waren die… muss ich wohl gestern irgendwie vergessen haben…> während sie sich die Stiefel überstreifte, dachte sie weiter nach <300 Wörter. Was soll man denn da schreiben? Soviel fällt mir gar nicht auf einmal ein…>
Sie ging raus, strich sich ein paar Haare aus dem Gesicht. In ihrer Hand hielt sie ein paar Zettel, die irgendwann Mal ein Brief gewesen waren, inzwischen hatte sie alle Buchstaben bunt angemalt und lustige kleine Figürchen eingefügt, alles nur zu dem Zweck, den Brief möglichst unleserlich zu machen. Sie kam an einem Krankenhaus vorbei. Ein Lied von Within Temptation tönte aus einem der oberen Fenster, sie sah nicht auf. Das war wahrscheinlich wieder eine von den kleinen Mädels die sich nur dafür interessierten, weil alle anderen es auch toll fanden. Doch plötzlich horchte sie auf: Was war das? Ein Schluchzen? Sie sah nach oben. Dort stand ein junger Mann, Anfang- Mitte zwanzig vielleicht. An sich nichts ungewöhnliches, wäre da nicht der Umstand gewesen, dass er auf seiner Fensterbank stand und offensichtlich vorhatte, zu springen.
„HEY!“ schrie sie zu ihm herauf: „Komm ja nicht auf dumme Gedanken!“ „Es hat doch eh alles keinen Sinn mehr…“ antwortete er leise: „Ich schaff das Studium nie. Mein Dad killt mich, wenn ich das nicht schaffe. Mum wacht nicht auf, Marie hat mich verlassen…“ „Kann ich hoch kommen?“ „Na schön….“ Er verschwand vom Fenster. Kurz darauf summte der Türöffner. Schnell stieß sie die Tür auf und rannte in den ersten Stock, wo er vor einer Zimmertür stand: „Wer bist du…?“ „Das lässt sich schlecht erklären, aber ich kann dir helfen, deine Mum zu wecken…“ „Wie willst du das anstellen?“ „Du wirst es sehen…“ sie lies ihn dort im Flur stehen und ging ins Zimmer. Dort lag eine Frau auf dem Bett. Sie war hübsch, trotz ihrer sicher 40 Jahre sah sie noch sehr jugendlich aus. Sie schien friedlich zu schlafen. Nebenan im Bett lag ein kleines Mädchen, vielleicht 7 Jahre alt. Auch sie schlief scheinbar.
Der junge Mann trat hinter Ashantiel ins Zimmer: „Das ist Marie, meine kleine Schwester. Sie haben sie bei einer Operation in Vollnarkose gesetzt und sie ist nicht mehr aufgewacht. Das war vor zwei Wochen. Mum hatte vor ein paar Jahren einen Autounfall und liegt seitdem im Koma… Dad ist ganz woanders… Er meinte, ich wäre alt genug, um mit meinem Leben selbst fertig zu werden.“ „Aber du willst dich lieber umbringen, als es zu versuchen?“ sie sah ihn kritisch an. Er starrte zu Boden: „Nein, aber was habe ich schon für eine Wahl…“ „Du könntest zum Beispiel weiterleben und auf die beiden aufpassen…“ <Man das hört sich alles an wie ein schlechter Roman. So einer mit Happy End und Knutschszene am Ende…>
Er schwieg und sah weiterhin zerknirscht zu Boden: „Ich glaub, ich kenn dich…“ meinte er plötzlich: „Du siehst aus wie eine der Figuren, die ein Freund in der Schule gemalt hat…“ „Soll das eine Anmache sein?“ sie lachte humorlos <Okay, es ist ein SEHR schlechter Roman…> „Nein…“ er wurde rot: „Ich meinte nur…“ „Schon okay…“ Ashantiel verdrehte die Augen und beugte sich zu dem Mädchen herunter: „Dann wach mal auf.“ Kaum hatte sie das Mädchen berührt schlug sie die Augen auf… Soweit so gut. Doch in genau diesem Moment schlug die Herzlinie der Frau auf Null. Ashantiels Herz setzte für einen Schlag aus <Nein… Verflucht, meine Fähigkeiten sind noch nicht genug ausgereift. Ich hätte wissen müssen, dass sie Schäden davonträgt…> „Was… MUM!!“ der junge Mann stürmte vor, ging aber plötzlich zu Boden und hielt sich das Herz. <Nein…> Ashantiel schrie um Hilfe.
Innerhalb von Sekunden war das Zimmer voll mit Pflegern und Schwestern. Sie selbst zog sich zurück, rannte aus dem Zimmer, rannte immer schneller, bis sie draußen angekommen war und sich dort gegen eine Wand lehnte <Ich bin so… unfähig. Verflucht!> sie schlug gegen die Hauswand, rutschte daran herunter. Auf einmal zupfte jemand an ihrem Ärmel. Es war das kleine Mädchen. „Hallo. Nimmst du mich mit?“ „Okay… Marie…“ <Und was binich jetzt? Ein HELD?>


  Lucifer  Lucifer
Luzifer

Es gibt Dinge, die waren schon immer so
Es gibt Dinge die werden auch immer so sein
Doch nur weil es immer so war, muss man es nicht akzeptieren.
Man kann dagegen kämpfen
Nur gewinnen kann man nicht.
Vom Herrn des Himmels verstoßen
Sitze ich hier unter der kalten schwarzen Erde.
Feuer wird immer heiß sein.
Mich verbrennt es nicht.
Wolken werden immer aus Wasser bestehen
Ich kann nicht mehr auf ihnen laufen.
Meine Flügel sind verkümmert
Zu seltsamer schwarzer Masse
Furcht habe ich schon längst aufgegeben
Rache auch
Was zählt ist Leben
Auch wenn man es nicht ‚Leben’ nennen kann
Es ist mehr eine Abart davon
Ein Dahinvegetieren mit der Hoffnung auf Erlösung…
Doch ich kann nicht erlöst werden
ER hat mich verbannt
Dazu auf ewig in der Hölle zu schmoren
Meinem Reich
Dem Reich der Toten
Nur von Schreien, Hitze und Mordlust umgeben
Wie soll man da nicht selbst so werden?
Grausam war ich nie…
Gut, ein wenig selbstsüchtig vielleicht
Und völlig übermütig.
Doch auch ich kann lernen.
Selbst wenn man es nicht glauben mag.
Vom eigenen Bruder verstoßen.
Die Flügel gebrochen
Kein Engel mehr
Was dann?
Eine jämmerliche Kreatur…
Nicht fähig zu leben
Wird ER es jemals sehen?

  Meeting with an angel  Meeting with an angel
Meine Begegnung mit einem Engel.
Es war sehr dunkel an diesem Tag. Und sehr kalt. Genauso genommen war es der 17.te November letztes Jahr. Ich kam gerade von einem Termin bei meiner Kieferorthopädin. Der Tag war schon an sich beschissen gewesen, doch nun verpasste ich auch noch meine Bahn. Missmutig ließ ich mich auf eine der Bänke am Bahnhof sitzen. Schlimmer konnte der Tag kaum noch werden…- kaum hatte ich das gedacht, begann es auch noch zu regnen. Klasse. Ich sollte nicht soviel denken. Ich seufzte, holte meine Mappe heraus und schrieb an irgendeiner Geschichte, wie ich es immer tat. Erst nach einigen Minuten bemerkte ich, dass ich nicht alleine hier saß. Ein Mädchen saß dort. Vielleicht in meinem Alter. Sie hatte schon ein paar neugierige Blicke zu mir geworfen, hatte ebenfalls eine Mappe auf ihrem Schoß und schrieb. Ich beschloss, Kontakt aufzunehmen: „Ist die Bahn schon weg?“ fragte ich, stand dabei auf und ging ein paar Schritte zu ihr. „Ja:“ erklärte sie missmutig: „Ich habe sie um eine Minute verpasst.“ Danach unterhielten wir uns eine ganze Weile über Bahnen und deren Pünktlichkeiten…
Wir fuhren gemeinsam in die Stadt, unterhielten uns während dieser Fahrt weiter. Ich zeigte ihr meine Bilder, die ich davor in der Schule aus lauter Langeweile gemalt hatte. Wir entdeckten schon hier viele Gemeinsamkeiten. Zum Beispiel, dass wir beide eine Fantasiewelt erschaffen hatten, an der wir schrieben. Als wir das herausfanden, beschlossen wir, die Geschichten, die wir unabhängig voneinander begonnen hatten, zusammenzuwürfeln, die Charaktere in eine Beziehung zueinander zu bringen und eine Art riesige Fantasy-Storie zu beginnen. (Wir schreiben immer noch daran und es sind inzwischen über 700 Seiten). Kaum waren wir aus der bahn ausgestiegen und hatten Nummern ausgetauscht, hörte es auf zu regnen. Wir besuchten einander, entdeckten immer mehr, was wir beide genauso getan hatten wie der Andere, ohne jemals etwas voneinander zu wissen, obwohl wir nur eine Stadt und zwanzig Minuten Busfahrt voneinander entfernt lebten. Dieser Mensch wurde für mich zu einer Art unersetzlicher Droge. Eine Glücksdroge, wenn man es genau nimmt. Eine Droge, die man nicht herstellen, nicht kaufen, nicht erzwingen kann. Die ich mich glücklich schätzen kann, zu kennen. Sie hilft mir immer, wenn ich traurig bin, schafft es, mich wieder fröhlich zu machen. Ich kann mit ihr lachen zu weinen, verrückt und ernst sein. Ich kann mit ihr über Dinge diskutieren, bei denen andere mich nur versuchen würden, in die Irrenanstalt zu bringen. Und dafür habe ich sie sehr gern.
Ich bin mir sicher… So einen Menschen gibt es nicht zweimal. Vielleicht ist es ja gar kein Mensch, der es schafft, selbst verregnete Tage zu einem wunderbaren Erlebnis zu machen… Vielleicht ist sie ja mein Engel. Denn sie half mir auch, endlich ich selbst zu sein und mich nicht mehr zu verstecken. Egal was die anderen sagen.

  Parable of my element  Parable of my element
Es gab mal eine Rabenmutter im oberen, halb verfallenen, Teil eines uralten Hauses, das eigentlich schon längst hätte abgerissen werden müssen, aber keiner im kleinen Dorf, in dem es stand, hatte sich jemals sonderlich daran gestört und so wurde es stehengelassen. Rabenmütter sind entgegen aller Erzählungen und Schauergeschichten welche der fürsorglichsten Mütter der gesamten Tierwelt, so auch diese. Sie hatte sich ihr Nest in einem morschen Dachbalken gebaut, den sie zuvor Stunden- ja, Tagelang mit Schnabel und Krallen bearbeitet hatte, damit das Nest perfekt hineinpasste. Jeden Frühling turtelte sie erneut mit ihrem Liebhaber, der mit ihr die Kinder fütterte und ihr half, das Nest auszubauen. Dieses Jahr war sie besonders stolz. Fünf kerngesunde Küken hatte sie gezeugt. Sie pflegte sie mit tiefer Zuneigung und großer Aufmerksamkeit, wie man es sich von der besten Mutter der Erde wünschen würde. Doch auch Mütter, nicht einmal die Besten, sind unfehlbar. So kam sie eines Tages, den sie komplett auf Jagd nach Insekten und Würmern gewesen war, zu ihrem Nest zurück und fand es leer vor. Ein Wehklagen hob an, dass durch das gesamte Gemäuer schallte. Doch so sehr sie auch suchte, sie fand ihre Kleinen nicht wieder. Sie fand zwar ein Nest mit anderen Jungen, die sie noch nie zuvor gesehen oder gerochen hatte, denn Vogel erkennen ihre Kinder ja meist an deren Geruch, aber keine Spur von ihren eigenen Kindern.
Was sie nicht wusste war, dass zwei Kinder aus der Nachbarschaft die kleinen Vögel gefunden und in ein neues Nest verfrachtet hatten, eben jenes, das sie gefunden hatte. Diese zwei hockten nun in einer Ecke des Gemäuers und warteten ängstlich darauf, dass sie ihren Nachwuchs fand. Doch schließlich flog der große schwarze Vogel jammernd davon und die Jungen wagten sich wieder aus ihrem Versteck heraus. Sie schämten sich beide sehr, dass sie dem Vogel das angetan hatten und versuchten, zusammen mit ihrem Großvater eine Lösung zu ergründen. Als der ihnen sagte, dass wilde Tiere, deren Jungen von Menschen angefasst wurden, diese nicht mehr annehmen, wurden sie traurig.
Doch sie zollten dem Tier immerhin den Tribut, dass sie seine Kinder großzogen, bis diese flügge waren. An dem Tag, an dem sie die Kleinen in die Freiheit entließen, saß ein großer schwarzer Rabe am Fenster. Als die Jungen ihn genauer betrachteten, sahen sie verblüfft, dass es die Rabenmutter war, der sie damals die Kinder unabsichtlich weggenommen hatten. Und als sie die freundliche und zugleich zärtliche Begrüßung sahen, wussten sie, dass sie sich wieder erkannt hatten.
Vielleicht... war da ja auch ein wenig Magie im Spiel!

  Angels war  Angels war
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Wolkenvogel fliegst du fort
Willst du deine Flügel prüfen
Gehe nicht an unsren Ort
Werden sie vor Blute triefen.

Nein du musst nicht mit uns gehen
Und du musst uns auch nicht rächen
Sollten dich die Menschen finden
Werden dir die Flügel brechen.

Bleibe magisch bleibe Rauch
Sei unerreichbar
Und für sie bist du auch
ein Gott fürwahr.

Wolkenvogel siehst du Rauch?
Es ist der Nebel des Krieges über dem Feld
Wolkenvogel siehst du Rot?
Es ist das Blut, das geflossen ist.
Wolkenvogel hörst du Schreie?
Es sind die Schreie der Unschuldigen,
Die in diesem Krieg gefallen sind.
Wolkenvogel hörst du eine Stimme?
Es ist Gott, der zu dir spricht.
„Fürchte dich nicht.“

  Friendship with an angel  Friendship with an angel
Still!
Keiner regte sich. Alles schien einzufrieren. Die schwarzen Schatten an der Wand kamen langsam auf uns zu. Ich hörte, wie eines der Wesen tief die Luft einsog, schnüffelte, versuchte, uns zu riechen. Wie gut, dass wir gegen den Wind saßen. Ansonsten wäre ein Entkommen unmöglich gewesen.
Der Schatten entfernte sich langsam. Das Scharren der Krallen verklang. Wir atmeten auf.
Langsam traten wir aus unserem Versteck hervor und sahen uns um. Auf dem großen Garagenhof war nichts zu sehen. Die Rolltore waren allesamt geschlossen, nur eine der Türen, die aus der oberen Angel gefallen war, stand offen. Links von uns war das versperrte Tor, etwas dahinter der Maschendrahtzaun, in den wir uns einen Durchgang geschnitten hatten. Rechts stand ein Baum, dessen Wurzeln Risse in den Asphalt gesprengt hatte. Aus den Rissen spross Gras und ein paar Blumen. Alles nahm ich so genau wahr, als sei ich in Trance, nur darauf fixiert…
Ein leises Geräusch hinter mir ließ mich herumfahren. Die drei Kinder dort starrten mich ängstlich an. Meine Schützlinge. Ich flüsterte ihnen beruhigende Worte zu, nahm das blonde, vielleicht fünfjährige Mädchen, das daraufhin anfing zu weinen, in den Arm und betrachtete die beiden anderen, suchte unruhig nach Blessuren, atmete auf, als ich keine fand. Der kleine braunhaarige Junge – vielleicht zehn Jahre alt – schien nur ziemlich erschöpft, vielleicht, weil er immer höher gesprungen war, als er musste. Das braunhaarige zwölfjährige Mädchen mit Namen Marina – sie hatte sich als Einzige vorgestellt – betrachtete mich mit ihren grünen Augen nachdenklich: „Kommen wir hier je wieder raus?“, war ihre leise Frage.
Ich nickte schnell: „Ja. Wenn wir das Tor erreicht haben, sind wir draußen. Dort sind wir in Sicherheit. Versprochen.“ Die Kleine nickte leicht.
Ich drückte alle drei noch einmal an mich, flüsterte ihnen zu, dass sie jetzt tapfer sein mussten und es schaffen würden, dann nahm ich die beiden Mädchen an die Hand, der Junge blieb dicht hinter uns, so überquerten wir ohne weitere Zwischenfälle den Hof. Doch kaum hatte ich mit Hilfe der Kinder den Zaun wieder repariert, stand der große schwarze Wachhund wieder davor, bellte uns laut und aggressiv an. Doch nun konnte er uns nichts mehr tun.
Eine grinsende Arlong begrüßte uns: „Okay. Ihr habt´s geschafft. Geht jetzt nach Hause…“
Was auch immer am nächsten Tag in der Zeitung stand: Wir hatten die Opfer einer Entführung befreit. Auf abenteuerliche Art und Weise.

  Past  Past
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Oh ich hasse es. Ich hasse es wenn mich irgendjemand anlabert und versucht, mich nach irgendwelchen Sachen auszufragen, die ihn gefälligst nicht zu interessieren haben. Okay, er mag wissen auf welcher Straße ich wohne und auch in welchem Haus, weil er davor die Straßenarbeiten gemacht hat (Einer der Leute also, die uns jeden Morgen pünktlich um halb 8 aus dem wohlverdienten Tiefschlaf reißen, weil sie dann mit Presslufthämmern die Straße bearbeiten) aber was verflucht hat er mit mir zu tun? Ich hasse Leute mit Tabakgeruch, vor allem wenn er aus dem Mund kommt. Warum sprechen mich eigentlich nur Leute an, die rauchen? Bin ich ein Rauchmagnet oder so? Und dann auch noch so unglaublich überzeugt von dieser völlig kaputten Stimme die im allgemeinen Sprachgebrauch als *rauchig* bezeichnet wird. Am Besten mit dieser Stimme dann möglichst leise reden, damit diejenigen die eh schon ein Fiepen in den Ohren haben – siehe mich – dann endgültig nichts mehr verstehen.
Okay. Was er weis ist, dass ich Schülerin bin und noch nicht volljährig. Das ist alles was er zu wissen braucht, wenn es nach mir geht und auch nur, damit er nicht auf die Idee kommt, wir könnten in naher Zukunft irgendwie irgendwann und auf irgendeine Weise zusammen sein. Okay: Und er kennt noch meine Adresse.
Aber das hatten wir ja schon.
Der Kerl ist mir unheimlich. Er muss sich nicht wundern, abgewiesen zu werden, so wie der drauf ist. Der benimmt sich ja wie unter Drogen. Und dann auch noch diese fürchterlich kläglichen Anmach-Sprüche ´Hab ich dich nicht schon mal irgendwo gesehen? ´ - Ja, wahrscheinlich auf dem Mars, bei der Aussortierung. Da war ich noch in deinen kühnsten Träumen wo ich auch den Rest deines hoffentlich nicht mehr allzu langen Lebens bleiben werde.
Warum fallen einem solche Sprüche nicht ein, wenn man sie braucht?
Wenn er versucht mir nachzulaufen, werde ich ihm mit absoluter Sicherheit klipp und klar – zum zweiten Mal – sagen, wie wenig ich davon halte – nämlich gar nichts – und immer wieder, solange bis es in seinem Stammhirn angekommen ist, falls er sowas überhaupt besitzt.
Das regt mich auf. Diese Blick die ich in meinem Nacken spüren kann, seit ich mich weggesetzt habe. Jemand mit absolutem Dackelblick. Diese verzweifelten Hundeaugen… ich hasse Hunde.
Der Kerl ist sicher 12 Jahre älter als ich, was will der überhaupt von mir? Und dann noch mitten im Bus? Wie lächerlich kann man sein? Ich würde nicht mal mit ihm zusammensein wollen, wenn er 10 Jahre jünger wäre und das Aussehen eines jungen Gottes hätte – Letzteres ist eh nur sehr schwer vorstellbar – denn dann hätte er immer noch den Intelligenzquotienten von Hirsebrei und würde immer noch genau so dämlich grinsen. Außerdem würde er immer noch rauchen. Er wäre noch genau so aufdringlich, würde nach Fisch rieche und wäre ein Straßenarbeiter der mich morgens um halb 8 aus dem Schlaf reißt, weil er direkt unter meinem Fenster den Presslufthammer anschmeißt.
Jaja die kleinen Freuden des Alltags…
Ich hätte mit einem anderen Bus fahren sollen.

  Angel of hate  Angel of hate
Hass
Nur ein Wort, ja
Ein Wort das soviel Leid bedeutet
So viele Menschen treibt.
Das Gegenteil von Liebe
Doch ebenso stark
Zwei Seiten einer Medallie
Dewegen bin ich nicht besser
Auch nicht schlechter
Als meine Schwester.

Niemand will sehen
Mit Hass- oder Liebesblinden Augen
Geblendet von einem Gefühl
Soviel stärker als Andere.
Ein Trieb
Rache, Zweifel, Glauben, Verehrung...
Gefühle die ganze Imperien stürzten.
Doch meine Schwester will das nicht sehen.
Was ist gut? Was ist schlecht?
Niemand und doch jeder.
Nichts und doch alles.
Genug...
Ihr werdet es ja doch nie verstehen.